Die 120er-Regel beim Tauchen: Tiefe, Tauchzeit und Sicherheit verstehen
Tauchen im Roten Meer ist ein unvergessliches Erlebnis. Von den farbenprächtigen Korallengärten im Ras-Mohammed-Nationalpark über die beeindruckenden Riffe der Straße von Tiran bis hin zum berühmten Wrack der SS Thistlegorm bietet Sharm El Sheikh fantastische Tauchmöglichkeiten für Taucher aller Erfahrungsstufen.
Doch ein schönes Taucherlebnis beginnt immer mit einer sorgfältigen Planung und einem verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Sicherheit.
Eine Regel, auf die du beim Tauchen möglicherweise stößt, ist die sogenannte 120er-Regel (Rule of 120). Dabei handelt es sich um eine traditionelle Faustregel, die die Tauchtiefe mit einer ungefähren Grundzeit in Beziehung setzt. Sie kann helfen, den Zusammenhang zwischen Tiefe und Tauchzeit besser zu verstehen. Allerdings solltest du wissen, was diese Regel aussagt und wo ihre Grenzen liegen.
In diesem Artikel erklären wir, wie die 120er-Regel funktioniert, warum sie niemals eine professionelle Tauchgangsplanung ersetzen darf, wie sich Nitrox auf deine Tauchgrenzen auswirkt und welche Sicherheitsmaßnahmen jeder Sporttaucher kennen sollte.
Was ist die 120er-Regel beim Tauchen?
Die 120er-Regel ist eine traditionelle Faustregel aus dem Sporttauchen. Sie verwendet eine einfache Berechnung, um die Tauchtiefe in Fuß (feet) mit einer ungefähren Grundzeit in Minuten in Beziehung zu setzen.
Die Formel lautet:
120 − Maximale Tauchtiefe (in Fuß) = Ungefähre Grundzeit (in Minuten)
Wenn du beispielsweise bis auf 60 Fuß tauchen möchtest, lautet die Rechnung:
120 − 60 = 60 Minuten.
Hier einige weitere Beispiele:
Maximale Tiefe | Ungefähre Grundzeit |
40 Fuß (12 Meter) | 80 Minuten |
50 Fuß (15 Meter) | 70 Minuten |
60 Fuß (18 Meter) | 60 Minuten |
66 Fuß (20 Meter) | 54 Minuten |
80 Fuß (24 Meter) | 40 Minuten |
100 Fuß (30 Meter) | 20 Minuten |
Diese Werte veranschaulichen lediglich die traditionelle Faustregel. Sie stellen keine tatsächlich sicheren Grundzeiten dar.
Ist die 120er-Regel eine zuverlässige Methode zur Tauchgangsplanung?
Nein. Das ist besonders wichtig zu verstehen.
Die 120er-Regel ist eine vereinfachte, historische Faustregel. Sie berücksichtigt nicht alle Faktoren, die deine tatsächliche Nullzeit bestimmen.
Die zulässigen Tauchgrenzen hängen unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Maximale Tiefe und vollständiges Tauchprofil.
Zeit, die auf unterschiedlichen Tiefen verbracht wird.
Reststickstoff aus vorherigen Tauchgängen.
Zusammensetzung des Atemgases.
Individuelle Faktoren und Umgebungsbedingungen.
Zur Bestimmung geeigneter Tauchgrenzen solltest du immer einen Tauchcomputer oder anerkannte Dekompressionstabellen verwenden.
Verwende die 120er-Regel niemals, um zu entscheiden, wie lange du sicher unter Wasser bleiben kannst. Sie ersetzt weder eine fundierte Tauchausbildung noch Dekompressionstabellen noch einen korrekt eingestellten Tauchcomputer.
Nullzeit beim Tauchen verstehen (NDL)
Um die Grundlagen einer sicheren Tauchgangsplanung zu verstehen, solltest du wissen, was die Nullzeit eigentlich bedeutet.
Wenn du unter Wasser komprimierte Luft atmest, nimmt dein Körper Stickstoff aus dem Atemgas auf. Mit zunehmender Tiefe steigt der Umgebungsdruck und die Stickstoffaufnahme wird bedeutender.
Die Nullzeit (No-Decompression Limit, NDL) bezeichnet die maximal geplante Zeit in einer bestimmten Tiefe, innerhalb der ein Taucher nach dem jeweiligen Dekompressionsmodell ohne verpflichtende Dekompressionsstopps aufsteigen kann.
Grundsätzlich gilt:
Tiefere Tauchgänge führen in der Regel zu kürzeren Nullzeiten.
Längere Tauchgänge erhöhen die Stickstoffaufnahme.
Bei Wiederholungstauchgängen muss der Reststickstoff vorheriger Tauchgänge berücksichtigt werden.
Mehrstufige Tauchprofile können andere Nullzeiten haben als Tauchgänge mit gleichbleibender Tiefe.
Moderne Tauchcomputer überwachen Tiefe und Zeit kontinuierlich und berechnen die verbleibende Nullzeit anhand ihrer Algorithmen und Einstellungen.
Ein Tauchcomputer kann jedoch nicht garantieren, dass keine Dekompressionskrankheit auftritt.
Plane deshalb immer konservativ, halte dich an deine Ausbildung und betrachte die angezeigte Nullzeit nicht als Ziel, das du unbedingt ausschöpfen solltest.

Wie tief darf man mit Nitrox 32 tauchen?
Enriched Air Nitrox, kurz Nitrox oder EANx, ist ein Atemgas mit einem höheren Sauerstoff- und einem geringeren Stickstoffanteil als normale Atemluft.
Eine der beliebtesten Mischungen im Sporttauchen ist EAN32 mit 32 % Sauerstoff.
Da Nitrox weniger Stickstoff als normale Luft enthält, kann es die Stickstoffaufnahme reduzieren und bei geeigneten Tauchtiefen längere Nullzeiten ermöglichen. Besonders bei mehreren Tauchgängen am selben Tag kann dies von Vorteil sein.
Allerdings gibt es bei Nitrox eine wichtige Einschränkung: die Sauerstofftoxizität.
Was ist die maximale Einsatztiefe (MOD) von EAN32?
Die maximale Einsatztiefe (Maximum Operating Depth, MOD) bezeichnet die größte Tiefe, in der ein bestimmtes Atemgas unter Einhaltung des gewählten Sauerstoffpartialdruck-Limits verwendet werden darf.
Beim Sporttauchen wird für den aktiven Teil eines Tauchgangs häufig ein maximaler Sauerstoffpartialdruck von 1,4 bar verwendet.
Die Berechnung lautet:
MOD = [(Maximaler PO₂ ÷ Sauerstoffanteil) − 1] × 10
Für EAN32 ergibt sich:
MOD = [(1,4 ÷ 0,32) − 1] × 10
Das Ergebnis beträgt ungefähr 33,75 Meter.
Die konventionelle MOD wird deshalb auf 33 Meter abgerundet.
Diese Grenze beschreibt die sauerstoffbedingte Einsatztiefe des Atemgases. Sie bedeutet nicht, dass jeder Taucher bis zu dieser Tiefe tauchen sollte.
Ermöglicht Nitrox längere Tauchgänge?
Nitrox kann im Vergleich zu normaler Luft bei gleicher Tiefe längere Nullzeiten ermöglichen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder Tauchgang länger dauern darf.
Die tatsächliche Tauchzeit hängt weiterhin von mehreren Faktoren ab:
Tauchtiefe und Tauchprofil.
Verfügbare Atemgasmenge.
Einstellungen des Tauchcomputers.
Sauerstoffexposition.
Ausbildung und Zertifizierung des Tauchers.
Vor der Verwendung von Nitrox müssen Taucher entsprechend ausgebildet sein, den tatsächlichen Sauerstoffanteil ihrer Flasche analysieren, die MOD bestimmen und ihren Tauchcomputer korrekt einstellen.
Wichtig: Gehe niemals davon aus, dass eine Flasche tatsächlich 32 % Sauerstoff enthält, nur weil sie als Nitrox gekennzeichnet ist. Analysiere und überprüfe das Atemgas vor jedem Tauchgang.
Die SSI-Ausbildung Enriched Air Nitrox vermittelt unter anderem die Analyse des Atemgases, den Umgang mit der Sauerstoffexposition und die richtige Tauchgangsplanung.
Wichtige Regeln für eine sichere Tauchgangsplanung
Die 120er-Regel zu kennen, ist nur ein kleiner Teil des verantwortungsvollen Tauchens. Eine gute Tauchgangsplanung umfasst wesentlich mehr als die Berechnung von Tiefe und Zeit.
Hier sind einige wichtige Maßnahmen, die du vor und während eines Sporttauchgangs beachten solltest.
1. Plane deinen Tauchgang vor dem Einstieg
Besprich den geplanten Tauchgang vor dem Einstieg mit deinem Buddy oder Tauchguide.
Legt gemeinsam Folgendes fest:
Maximale geplante Tiefe.
Voraussichtliche Tauchzeit.
Gasmanagement und Umkehrdruck.
Einstiegs- und Ausstiegsverfahren.
Unterwasserzeichen und Kommunikation.
Notfallverfahren.
Bedingungen wie Strömung und Sichtweite.
Stelle sicher, dass alle Beteiligten den Tauchplan verstehen und innerhalb ihrer Ausbildung und Erfahrung bleiben.
2. Verwende einen korrekt eingestellten Tauchcomputer
Ein Tauchcomputer gehört zu den wichtigsten Hilfsmitteln beim Sporttauchen.
Er überwacht Tiefe und Tauchzeit und berechnet während des Tauchgangs die relevanten Dekompressionsinformationen.
Vor dem Einstieg solltest du:
Prüfe, ob dein Tauchcomputer einwandfrei funktioniert.
Das richtige Atemgas einstellen.
Den Batteriestand kontrollieren.
Dich mit Warnmeldungen und Alarmen vertraut machen.
Vorherige Tauchgänge bei der Planung von Wiederholungstauchgängen berücksichtigen.
Wenn du Nitrox verwendest, muss der eingestellte Sauerstoffanteil korrekt sein.
Denke daran: Ein Tauchcomputer ist ein Hilfsmittel zur Planung und Überwachung, keine Garantie gegen Dekompressionskrankheit.
3. Kontrolliere deine Aufstiegsgeschwindigkeit
Ein kontrollierter Aufstieg ist wichtig, um die Dekompressionsbelastung zu reduzieren.
Steige niemals überhastet auf und beachte die Empfehlungen deiner Tauchausbildungsorganisation sowie die Warnmeldungen deines Tauchcomputers.
Eine Aufstiegsgeschwindigkeit von ungefähr 9–10 Metern pro Minute wird häufig als allgemeiner Richtwert verwendet. Die tatsächlich geeignete Geschwindigkeit hängt jedoch von den jeweiligen Ausbildungsrichtlinien und den Empfehlungen des Tauchcomputers ab.
Achte besonders während der letzten Meter auf einen kontrollierten Aufstieg und eine gute Tarierung.
4. Führe bei geeigneten Tauchgängen einen Sicherheitsstopp durch
Ein Sicherheitsstopp gehört zur üblichen Praxis im Sporttauchen.
Nach vielen Tauchgängen tiefer als 10 Meter wird ein Stopp von ungefähr drei Minuten auf etwa 5 Metern empfohlen, sofern die Bedingungen und der Atemgasvorrat dies erlauben.
Ein Sicherheitsstopp gibt dem Körper zusätzliche Zeit zur Stickstoffabgabe und unterstützt einen kontrollierten Aufstieg.
Er ersetzt jedoch keine vorgeschriebenen Dekompressionsstopps und kann nicht garantieren, dass keine Dekompressionskrankheit auftritt.
Halte dich immer an die Empfehlungen deines Tauchcomputers und die entsprechenden Ausbildungsrichtlinien.
5. Achte auf ausreichende Flüssigkeit und Erholung
Beim Tauchen in warmen Reisezielen wie Sharm El Sheikh verbringst du häufig viel Zeit in der Sonne, auf Booten und im Wasser.
Dehydrierung und Müdigkeit sind beim Tauchen unerwünschte Faktoren.
Für eine gute Vorbereitung solltest du:
Über den Tag verteilt ausreichend Wasser trinken.
Genügend schlafen.
Nicht tauchen, wenn du krank oder übermäßig erschöpft bist.
Ausreichende Pausen zwischen den Tauchgängen einplanen.
Unnötige körperliche Anstrengung vermeiden, wenn sie dein Tauchprofil beeinträchtigen könnte.
Eine gute Vorbereitung trägt zu sichereren und angenehmeren Tauchgängen bei.
6. Tauche immer innerhalb deiner Ausbildung und Erfahrung
Ein wunderschönes Riff oder ein berühmtes Wrack sollte dich niemals dazu verleiten, deine Zertifizierung oder Erfahrung zu überschreiten.
Berücksichtige vor der Auswahl eines Tauchgangs:
Deinen Ausbildungsstand und deine Zertifizierung.
Deine aktuelle Taucherfahrung.
Deine Tarierung und deinen Luftverbrauch.
Strömungs- und Sichtverhältnisse.
Tiefe und Schwierigkeitsgrad des Tauchplatzes.
Ein Taucher, der noch nie starke Strömungen erlebt hat, sollte beispielsweise nicht direkt mit einem anspruchsvollen Strömungstauchgang beginnen, nur weil dieser besonders beliebt ist.
Wähle Tauchplätze, die zu deinen Fähigkeiten passen, und frage einen qualifizierten Tauchprofi, wenn du unsicher bist.
Wie lange sollte man nach dem Tauchen mit dem Fliegen warten?
Ein zu kurzer Abstand zwischen dem letzten Tauchgang und einem Flug erhöht die Dekompressionsbelastung, da der Kabinendruck in Flughöhe niedriger ist als der atmosphärische Druck auf Meereshöhe.
Deshalb solltest du nach deinem letzten Tauchgang ausreichend Oberflächenpause einplanen, bevor du einen Linienflug antrittst.
Divers Alert Network (DAN) gibt für Sporttaucher ohne Symptome einer Dekompressionskrankheit folgende empfohlene Mindestintervalle an:
Tauchprofil | Empfohlenes Mindestintervall |
Ein einzelner Tauchgang ohne Dekompressionspflicht | 12 Stunden |
Mehrere Tauchgänge an einem Tag | 18 Stunden |
Tauchen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen | 18 Stunden |
Tauchgänge mit Dekompressionspflicht | Deutlich länger als 18 Stunden |
Diese Angaben sind Empfehlungen und keine Garantie für Sicherheit. Längere Oberflächenintervalle reduzieren das Dekompressionsrisiko zusätzlich.
Wenn du mehrere Tage in Sharm El Sheikh tauchst, ist es eine sinnvolle und konservative Entscheidung, nach dem letzten Tauchgang mindestens 24 Stunden bis zum Rückflug zu warten.
Taucher mit möglichen Symptomen einer Dekompressionskrankheit müssen dringend medizinisch untersucht werden und dürfen ohne entsprechende medizinische Freigabe nicht fliegen.
Warum ist eine gute Tauchgangsplanung in Sharm El Sheikh so wichtig?
Sharm El Sheikh bietet eine große Vielfalt an Unterwasserlandschaften: von ruhigen, flachen Korallenriffen bis hin zu tieferen Steilwänden, Strömungstauchgängen und historischen Wracks.
Zu den bekanntesten Tauchgebieten gehören:
Ras Mohammed: Berühmt für seine beeindruckenden Korallenriffe, Shark Reef und Yolanda Reef.
Straße von Tiran: Bekannt für spektakuläre Riffwände, eine vielfältige Unterwasserwelt und mögliche Strömungen.
SS Thistlegorm: Ein historisches Wrack, das entsprechende Ausbildung und Erfahrung erfordert.
Lokale Hausriffe: Ideal für entspannte Tauchgänge vom Ufer, zum Verbessern der Fertigkeiten und zum Erkunden der Unterwasserwelt.
Jeder Tauchplatz hat unterschiedliche Bedingungen. Der passende Tauchplan hängt von der Erfahrung der Taucher, dem Wetter, den Strömungen und weiteren Umweltbedingungen ab.
Ein Tauchplatz, der für einen erfahrenen Taucher geeignet ist, muss nicht unbedingt die richtige Wahl für jemanden sein, der gerade seinen ersten Tauchschein gemacht hat.
Deshalb gehören die richtige Auswahl des Tauchplatzes und ein professionelles Briefing zu jedem gut organisierten Tauchgang.
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Bei Red Sea Marine Diving Center sind wir überzeugt, dass großartige Taucherlebnisse mit einer sorgfältigen Vorbereitung, professioneller Betreuung und individueller Aufmerksamkeit beginnen.
Unser Tauchzentrum befindet sich am Ghazala Beach in der Naama Bay, Sharm El Sheikh. Wir bieten Taucherlebnisse für Anfänger, zertifizierte Taucher und erfahrene Unterwasserentdecker.
Unser Angebot umfasst:
SSI-Tauchkurse vom Anfänger bis zum professionellen Niveau.
Geführte Bootstauchgänge rund um Sharm El Sheikh.
Geführte Land- und Hausrifftauchgänge.
Enriched Air Nitrox-Ausbildung und Tauchmöglichkeiten.
Spezialkurse zur Weiterentwicklung deiner Tauchfertigkeiten.
Tauch-Ausflüge zu den berühmten Tauchplätzen des Roten Meeres.
Wir nehmen uns Zeit, deine Erfahrung und Wünsche kennenzulernen und passende Tauchplätze für dich auszuwählen.
Ganz gleich, ob du das Tauchen zum ersten Mal ausprobieren möchtest oder zurückkehrst, um weitere faszinierende Plätze im Roten Meer zu entdecken: Unser Ziel ist ein angenehmes, persönliches und professionell organisiertes Taucherlebnis.
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Häufig gestellte Fragen zur 120er-Regel beim Tauchen
Ist die 120er-Regel eine offizielle Sicherheitsregel beim Tauchen?
Nein. Sie ist eine traditionelle Faustregel, die die Tauchtiefe in Fuß mit einer ungefähren Grundzeit in Minuten verbindet. Sie ist kein anerkannter Ersatz für Tauchcomputer, Dekompressionstabellen oder eine fachgerechte Tauchgangsplanung.
Wie lautet die Formel der 120er-Regel?
Bei der traditionellen Formel wird die maximale Tauchtiefe in Fuß von 120 abgezogen. Das Ergebnis ist eine ungefähre Grundzeit in Minuten. Bei 60 Fuß ergibt die Rechnung beispielsweise 60 Minuten. Dieser Wert darf jedoch nicht als sichere Nullzeit interpretiert werden.
Wie tief darf man mit Nitrox 32 tauchen?
Bei einem maximalen Sauerstoffpartialdruck von 1,4 bar beträgt die berechnete MOD von EAN32 ungefähr 33 Meter. Zusätzlich müssen Taucher ihre Zertifizierung, Ausbildung, Tauchcomputer-Einstellungen und weitere Tiefenbegrenzungen beachten.
Reduziert Nitrox das Risiko einer Dekompressionskrankheit?
Nitrox reduziert im Vergleich zu normaler Luft bei gleicher Tiefe die Stickstoffaufnahme und kann dadurch längere Nullzeiten ermöglichen. Das Risiko einer Dekompressionskrankheit wird dadurch jedoch nicht ausgeschlossen. Eine geeignete Ausbildung und konservative Tauchgangsplanung bleiben unerlässlich.
Ist ein Sicherheitsstopp nach jedem Tauchgang notwendig?
Ein Sicherheitsstopp von ungefähr drei Minuten auf etwa 5 Metern gehört nach vielen Tauchgängen tiefer als 10 Meter zur üblichen Sporttauchpraxis. Er ersetzt keine vorgeschriebenen Dekompressionsstopps. Beachte immer die Empfehlungen deines Tauchcomputers und deiner Tauchausbildung.
Wie lange sollte man nach dem Tauchen mit dem Fliegen warten?
DAN empfiehlt mindestens 12 Stunden nach einem einzelnen Tauchgang ohne Dekompressionspflicht und mindestens 18 Stunden nach mehreren Tauchgängen oder mehrtägigem Tauchen ohne Dekompressionspflicht. Längere Intervalle sind konservativer. Nach einem Tauchurlaub sind 24 Stunden eine sinnvolle Empfehlung, sofern möglich.
Können Anfänger die 120er-Regel für ihren ersten Tauchgang verwenden?
Nein. Anfänger und Teilnehmer an einem Schnuppertauchgang sollten sich an die Anweisungen ihres Tauchlehrers und die spezifischen Grenzen ihres Ausbildungs- oder Einsteigerprogramms halten. Die 120er-Regel ist keine geeignete Methode zur Planung eines ersten Tauchgangs.
Abschließender Gedanke: Beim Tauchen geht es nicht darum, möglichst lange unter Wasser zu bleiben oder die größte Tiefe zu erreichen. Es geht darum, vernünftige Entscheidungen zu treffen, die eigenen Grenzen zu kennen und jeden Tauchgang sicher zu genießen.
Das Rote Meer hat unglaublich viel zu bieten. Nimm dir Zeit, plane sorgfältig und genieße jeden Moment unter Wasser.


